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# Versicherungen Veröffentlicht: 26.01.21
Lesezeit: 5 Minuten

E-Bike Versicherung – Unterwegs mit gutem Gefühl

Wer viel mit dem E-Bike fährt, braucht eine Versicherung, auf die er sich verlassen kann. Denn Schäden entstehen im Strassenverkehr schnell. Wer keine E-Bike-Versicherung hat, muss diese Schäden an seinem Gefährt eventuell selbst übernehmen. Mit einem sichereren Gefühl sind daher alle unterwegs, die eine entsprechende Versicherung abgeschlossen haben.

Welche E-Bikes gibt es?

Elektrovelos lassen sich in schwache und starke Varianten unterscheiden. Die schwachen Velos erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Das entspricht einer Leistung des Elektromotors von 500 Watt. Deutlich leistungsstärker sind die starken Elektrovelos. Sie sind bis zu 45 km/h schnell, was einer Motorleitung von 1.000 W entspricht.

Die schwachen Elektrovelos heissen auch Leichtmotorfahrräder. Starke Elektrovelos tragen die Bezeichnung Motorfahrräder. Bei vielen der nachfolgenden Versicherungsfragen ist die Unterscheidung in starke und schwache Elektrovelos entscheidend.

Leistungen der E-Bike Versicherung – Was deckt eine E-Bike-Versicherung?

Eine spezielle E-Bike-Versicherung ist lohnenswert, weil sich viele Leistungen damit versichern lassen. Dazu gehört zum Beispiel eine Versicherung gegen Diebstahl oder gegen Vandalismus. Der Versicherte erhält Leistungen, wenn sich mit der Zeit Schäden am Akku ergeben oder er die Pannenhilfe anfordert. Zudem ist ein Rechtsschutz mit der E-Bike-Versicherung verbunden. Das ist nützlich, wenn es im Zusammenhang mit der Nutzung des E-Bikes zu Rechtsstreitigkeiten kommt.

E-Bike-Diebstahl (ausser Haus) – Wer zahlt?

Der Diebstahl eines Velos ist besonders ärgerlich. Das gilt gerade für die Elektro-Variante, denn die ist besonders teuer und bei Dieben daher begehrt. Umso wichtiger ist die Frage, wer bei einem Diebstahl eigentlich zahlen muss. Tatsächlich genügt bei einem schwachen E-Bike die Hausratversicherung. Hier ist das Bike mitversichert und die Versicherung zahlt im Falle eines Diebstahls.

Anders sieht es bei den starken Varianten aus. Die Versicherungen haben hier unterschiedliche Ansichten, ob es sich tatsächlich nur um ein Motorfahrrad oder doch um ein Motorfahrzeug handelt. In letzterem Falle ist eine Mitversicherung über die Hausratversicherung ausgeschlossen. Wer hier Versicherungsschutz wünscht, benötigt eine Fahrzeugversicherung oder eine spezielle E-Bike-Versicherung.

Damit ein Versicherungsschutz gegeben ist, muss der Versicherte einen Zusatzbaustein wie den „einfacher Diebstahl auswärts“ mitversichern. Ansonsten zahlt die Versicherung nur dann, wenn das Bike zu Hause gestohlen wird. Zu den typischen Szenarien gehört zum Beispiel das Anschliessen des E-Bikes am Bahnhof oder in einem Freibad. Sollte es zu einem Diebstahl kommen, ersetzt die Versicherung das Gefährt.

Beschädigung am E-Bike – Wer zahlt?

Was passiert, wenn ich selbst mein E-Bike versehentlich beschädige? So etwas kommt beim täglichen Einsatz im Strassenverkehr vor. Hier wünscht sich der Nutzer ebenfalls eine Absicherung seiner Investition in das Elektrovelo.

Erforderlich ist hierfür eine Kasko- oder eine Wertsachenversicherung. Sie springt dann ein, wenn der Eigentümer sein Velo beschädigt oder gar zerstört. Eine Zerstörung könnte zum Beispiel dann vorliegen, wenn durch die falsche Handhabung des Akkus eine so schwere Beschädigung der Elektronik die Folge ist, dass sich das Velo nicht mehr verwenden lässt.

Schäden gegenüber Dritten

Bei Schäden gegenüber Dritten ist eine Haftpflichtversicherung erforderlich. Sie deckt Schäden ab, die zum Beispiel beim versehentlichen Zusammenstoss mit Personen, bei der Verletzung von Personen oder dem Beschädigen von Gegenständen entstehen. Bei einem Zusammenstoss mit Fussgängern zum Beispiel kann es zu einem Sturz mit Verletzung kommen. Hier ist die Privathaftpflichtversicherung relevant.

Hier stellt sich jedoch wieder die Frage, mit welcher Geschwindigkeit der Nutzer des Elektrovelos unterwegs ist. Die Privathaftpflichtversicherung übernimmt die Haftpflichtdeckung nur bei einer E-Bike-Geschwindigkeit bis zu 25 km/h und damit nur bei den schwachen Elektrovelos. Bei starken Elektrovelos ist hingegen die Mofaversicherung zuständig. Das Fahrzeug trägt dann ein gelbes Nummernschild.

Wer also auch bei schnelleren E-Bikes den Versicherungsschutz geniessen möchte, wenn er Schäden gegenüber Dritten verursacht, der schliesst eine zusätzliche Mofaversicherung ab.

Kosten – Was kostet eine E-Bike-Versicherung?

Grundsätzlich schwanken die Preise für E-Bike-Versicherungen zwischen den verschiedenen Anbietern recht stark. Schliesslich bietet hier jeder Verträge mit deutlich voneinander abweichenden Leistungsumfängen an. Wer nach einer günstigen Versicherung für sein Elektrovelo sucht, findet passende Angebote beginnen bei etwa 25 Franken. Da immer mehr Schweizerinnen und Schweizer mit dem E-Bike unterwegs sind, steigt die Nachfrage und damit das Angebot an Versicherungen.

Teurere Versicherungen bewegen sich ungefähr in einem Bereich zwischen 25 bis 50 Franken. Es stellt sich die Frage, welche Leistungen eine solche höhere Versicherungsprämie rechtfertigen. Dazu gehört zum Beispiel ein europaweiter Kaskoschutz. In diesem Fall übernimmt die Versicherung die Reparaturkosten in jedem Fall unabhängig davon, wo sich der Versicherte mit seinem Velo in Europa gerade aufhält.

Das ist nützlich beim Urlaub im europäischen Ausland. Wer viel in Europa unterwegs ist, der profitiert auch von einer E-Bike-Versicherung mit europaweitem Diebstahlschutz. Diese rechtfertigt eine höhere Prämie ebenfalls. In diesem Fall erhält der Versicherte im Falle eines Diebstahls bis zu 100 Prozent des Neupreises von seiner Versicherung zurück.

Einige Versicherungen gehen noch einen Schritt weiter und bieten in der Schweiz ein dichtes Netz an Patrouilleuren an. Diese helfen bei einer Panne direkt vor Ort weiter schnell und unkompliziert. Eine solche Pannenhilfe steht bei einigen Versicherungen 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Damit ist der Versicherte geschützt und erhält eine Pannenhilfe mit in der Regel geringer durchschnittlicher Wartezeit.

Höhere Versicherungsprämien sind also in vielen Fällen gerechtfertigt. Entscheidend ist, dass sich der Versicherungsnehmer die Konditionen genau ansieht und überprüft, welche konkreten Leistungen er erhält.

Welche E-Bike-Versicherung ist für mich am besten geeignet?

Die Versicherungen auf dem Markt unterscheiden sich teilweise erheblich im Leistungsspektrum voneinander auch dann, wenn in allen Fällen von einer E-Bike-Versicherung die Rede ist. Hier lohnt sich ein eingehender Vergleich der Konditionen. Häufig versichert ein Anbieter Schäden, die eine andere Versicherung nicht berücksichtigt.

Grundsätzlich ist immer zu überlegen, ob die reine Hausratsversicherung mit entsprechenden Zusatzleistungen für E-Bikes ausreicht, oder ob eine spezielle E-Bike-Versicherung die bessere Wahl ist. Bei einer Hausratversicherung besteht zum Beispiel die Gefahr einer Unterversicherung. Sollten die bisher gezahlten Beträge zu niedrig sein, um auch das E-Bike mitversichern zu können, kann eine Anpassung der Versicherungssumme erforderlich sein.

Das sollte der Versicherte bei allen infrage kommenden Optionen unbedingt prüfen. Auf diese Weise findet er ein Versicherungsprodukt, das zu seinem individuellen Fall passt.

Fazit

Eine E-Bike-Versicherung lohnt sich in den meisten Fällen, denn sie lässt beim Versicherungsschutz der Elektrovelos keine Fragen offen. Die normale Hausratversicherung ist eher für die schwachen Velos geeignet. Es besteht jedoch immer das Problem, dass der Versicherte bei der Hausratversicherung immer Zusatzoptionen benötigt und hier schnell den Überblick verlieren kann.

Besser geeignet ist die spezielle E-Bike-Versicherung, denn sie ist auf alle Schadens- und Versicherungsfälle zugeschnitten, die rund um das Elektrovelo entstehen können. Und das gilt auch für die starken Elektrovelos.

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