Combinvest.ch AG
# Uncategorized Veröffentlicht: 07.02.22
Lesezeit: 3 Minuten

Finanzen 2022

Das Jahr 2021 gehört der Vergangenheit an. Zeit für einen Blick auf das zurückliegende Finanzjahr.

Auch im 2021 war die Corona-Pandemie ein zentrales Thema. Lieferengpässe und der daraus entstandene Chip-Mangel speziell in der Automobilindustrie, der Gaming- und Smartphonebranche sowie in der Herstellung von Medizingeräten ist einerseits auf die Pandemie, wie aber auch auf geopolitische Spannungen zwischen China und den USA zurückzuführen.

Ein weiters einflussreiches Thema war im 2021 die Supply-Chain-Krise, entstanden durch unter anderem den nachfolgenden Faktoren:

  • Corona
    Mit dem Rückzug in die eigenen vier Wände hat sich das Konsumverhalten und somit Angebot und Nachfrage massiv verändert. Dies führte auch zum sogenannten Peitscheneffekt, der für ein Ungleichgewicht und Nachfrageschwankungen gesorgt hat.
  • Rückstau an Häfen

Der Rückstau an den Häfen ist enorm, alleine in Kalifornien warten Waren im Wert von rund 24 Mrd. Dollar auf ihre Abfertigung. Die Güter können aufgrund von Personalmangel nicht so schnell wie es nötig wäre, um einen Rückstau zu verhindern, an Land gebracht werden.

  • Weltweiter LKW-Fahrer*innen Mangel

Dieser Mangel führt dazu, dass die Waren nicht abtransportiert werden können, welche sich unter anderem an Häfen anstauen. Nach einer Berechnung der International Road Transport Union waren 20% der Kraftfahrer*innen Jobs in Europa und Asien unbesetzt.

Nichts desto trotz – die Corona Pandemie, sowie Inflationsängste, Lieferkettenprobleme und hohe Ölpreise konnten dem Börsengeschäft 2021 alles in allem nichts anhaben. Die Börsen konnten im letzten Jahr fast auf der ganzen Welt zulegen.

Der DAX hat im 2021 rund 12% zugelegt, der SMI rund 16%, der MSCI World 19 und der S&P 500 sogar knapp 30%.

Zu Beginn des Jahres sorgte die Gamestop Aktie für Schlagzeilen. Wallstreetbets zockte die Aktie teilweise um 1.600 Prozent in die Höhe. Dies hat vor allem junge Anleger in seinen Bann gezogen.

Der Markt für Non-Fungible Token (NFTs) hat im vergangenen Jahr stark zugelegt. Hierbei können Anleger in einzigartige und somit nicht austauschbare digitale Güter direkt investieren. Nicht nur Crypto-Nerds, sondern auch etablierte Auktionshäuser handeln bereits mit Non-Fungible-togens.

Was erwartet uns im 2022

Prognosen sind immer sehr spekulativ und fürs 2022 besonders schwer zu treffen. Wie der Rückblick schon gezeigt hat, gibt es mittlerweile mehr Einflussfaktoren auf den Märkten wie noch vor ein paar Jahren. Es stehen nun nicht nur mehr die Konjunktur Entwicklung sowie die Unternehmensgewinne im Fokus. Auch der weitere Verlauf der Corona Pandemie, wie auch die Lieferängpässe, die Inflation und die Geldpolitik der Notenbanken sind zu entscheidenden Faktoren geworden.

  • Corona

Die Corona Pandemie wird uns auch im 2022 begleiten und es für Anleger spannend machen. Aufgrund der neuen Omikron Variante werden sicher zu Beginn des Jahres die Infektionszahlen massiv ansteigen. Die damit verbundenen Massnahmen werden sich mit Sicherheit wieder auf das Konsumverhalten auswirken.

  • Zinswende

2022 könnte das Jahr der Zinswende, zumindest in den USA, werden. So werden drei Zinserhöhungen erwartet, so dass der Leitzins bis zum Jahresende auf 0.75 bis 1.0 Prozent steigen dürfte. Zudem sind weitere drei Anhebungen bis zum Jahr 2023 angekündigt. Dies mit der Begründung, dass man bis dahin gelernt hat, sich mit der Pandemie zu arrangieren und somit gibt es keinen Grund zu befürchten, dass eine straffere Geldpolitik, die Erholung der Wirtschaft abwürgen werde.
Auch die britische Notenbank hatte in den vergangenen Wochen ihren Leitzins nach oben gesetzt. Die Europäische Notenbank (EZB) handelt noch nicht.

  • Metaverse gross im Kommen

Die Pandemie hat dazu geführt, dass Techniktrends beschleunigt wurden. Der Mensch steht wieder im Mittelpunkt der technologischen Entwicklung. Mataverse ist einer dieser Trends. Die Verkäufe von virtuellem Land im Metavers sind dabei, andere Non-Fungible Token (NFTs) Kategoriern wie z.B. Kunst zu übertreffen. Mittlerweile lassen sich auch grosse Firmen auf die neue Welt ein. Langfristig gesehen kann man sagen, dass virtuelle Welten das Geschäft ersetzen.

zurück zur Übersicht